Was mach ich hier?

Ein Blog als Bühne

In einem Blog über das Bloggen hörte ich (es war ein Podcast, um genau zu sein, nämlich dieser: http://schreiben-und-leben.de/14), dass jeder Blog ein Thema, einen speziellen Inhalt behandeln sollte. Der Blog ist eine Bühne und Fans, die Heavy Metall gewöhnt sind, wollen nicht auf einmal Hiphop hören (danke für das schöne Bild, lieber Walter von https://www.schreibsuchti.de/).

Was aber mache ich eigentlich hier? Learning by doing war schon immer mein Ding, auch schreiben, philosophieren, unterrichten habe ich so gelernt, jetzt also auch bloggen? Anfangen, bevor ich die Theorie kenne, jede Menge Fehler machen, aber aus ihnen lernen? Dafür müsste mir jemand zeigen, wo meine Fehler liegen…

Mein Thema

Und habe ich ein Thema? Literatur. Aber ich schreibe ja nicht über Literatur, ich schreibe Literatur – oder versuche es zumindest. Manchmal schreibe ich auch über das Schreiben von Literatur, nenne euch Übungen, die ihr nachmachen könnt. Und dann wieder poste ich ein altes Gedicht, einfach weil ich es schön finde und hoffe, ihr auch. Aber ein Thema?

Immerhin habe ich die verschiedenen Textarten nach Wochentagen sortiert, Freitags gibt es Gedichte, Donnerstags Schreibübungen, Montags tagesaktuelle Reflexionen über – tja, alles mögliche wohl. Sagt, ist es euch zu durcheinander?

Aber es gibt doch Bühnen, die montags Punk bringen und freitags Pop und mittwochs, was weiß ich, vielleicht Karaoke.

Was ist das Thema meines Blogs? Schön wäre ja auch, das schon am Namen zu hören.

Metallstiftwunden …

Ich kann mich nicht erinnern, was ich mir dabei gedacht habe, ich kann mich nicht mal erinnern, ob der Name von mir ist oder mir aus der Literatur zugeflogen. Aber ich hänge daran.

Der Metallstift zieht Wunden in Papier, in die digitale Leere des Internets, in die Pupillen meiner geliebten Leser. Der Metallstift zieht Wunden in die dicke Haut, die jeder sich zulegen muss in dieser Welt, Wunden als Aderlass, um die Welt wieder fühlbar zu machen.

Der Metallstift zieht Wunden ins Papier, damit die Welt nicht so weh tut, damit die Weltnarben heilen, damit die Welt nicht noch mehr Wunden davonträgt, oder der Mitmensch. Metallstiftwunden, damit die Leere sich in Tränen auflöst, die Wut zu Verständnis wird, die Angst verblasst, die Freude lachen kann. Metallstiftwunden als heilende Eingriffe, damit wir an den richtigen Stellen wieder zusammenwachsen.

Das ist nicht das Thema meines Blogs, nicht nur. Das ist das Thema meines Lebens, meines Studierens, Unterrichtens, Denkens.

Leben durch Schreiben

Schreiben als Weltbewältigung. Als Beweltigung. Um Gedanken in die Welt zu bringen, Weltwunden zu heilen, Tintentränen zu trocknen, Bleistiftblumen zu sähen.

Wenn ihr ein Stück von mir mit euch nehmt, wenn ihr offline geht, habe ich alles richtig gemacht. Und wenn ihr auch die Weltwunden heilen wollt, dann
lest! schreibt! lebt!

 

Unter welchen Umständen würdest du töten?

Schreibend loslassen ?

Stell dir vor, es ist Krieg …

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